weekly#73 Take it easy: Mit sieben Tipps den Urlaub verlängern

Arrivederci Au revoir Goodbye Baba Tot ziens Hasta luego Hejdå Farvel. Für die meisten erklingen nach zwei, drei Wochen in der Fremde diese schönen vielleicht wehmütigen Worte des Abschieds. Dann ruft der Alltag, dann ruft die Arbeit. Die Frage ist, wie erhält man möglichst lange das Urlaubsfeeling? Heute gebe ich euch meine sieben Tipps zur Konservierung.


Arrivederci Au revoir Goodbye Baba Tot ziens Hasta luego Hejdå Farvel

Für die meisten erklingen nach zwei, drei Wochen in der Fremde diese schönen vielleicht wehmütigen Worte des Abschieds. Dann ruft der Alltag, dann ruft die Arbeit. Vorab mein persönlicher und wichtigster Tipp: Schaut euch immer wieder die Fotos an und macht euch ein Fotoalbum in echt oder virtuell. Hier meine weiteren sieben Tipps:

1. Mitbringsel sofort wegfuttern

Am Ende einer noch so tollen Reise sollte man gleich für einen inspirierenden Neuanfang sorgen. Erst die Koffer auspacken, weg mit der dreckigen Wäsche, her mit dem Fisch, den Muscheln, dem Olivenöl und den Ingwer-Keksen. Gleich Freunde einladen, den Tisch decken und alle kulinarischen Mitbringsel drauf packen. Das ist nämlich die größte Dummheit des Post-Urlaubers: die Köstlichkeiten zu horten, für einen ganz besonderen Augenblick. Ich kann euch sagen, der kommt nie und schon bald ist die Schokolade müffig und der Käse schimmelig. Nicht mal eine Woche dürft ihr warten, denn schon dann seid ihr enttäuscht: Hier schmeckt’s ja gar nicht so wie am Meer! Nein, ihr müsst das Salz noch auf der Zunge, den Sand zwischen den Zehen und das Yammy Yammy im Ohr haben. Und wenn alle Mitbringsel verfuttert sind, geht in das Lokal des Vertrauens und schwärmt dem Wirt von euren großartigen Entdeckung vor - wo und was ihr habt gespeist, wie Gott in Frankreich.

2. Kollegen quälen

Tag eins im Betrieb: Besuche die Kollegen, die hier geblieben sind. Lass bloß keinen aus. Erzähle von erklommenen Gipfeln, durchschwommenen spiegelglatten Seen und dieser total authentischen Trattoria, die du im Hinterland entdeckt hast. Hör auch dann nicht auf und plaudert weiter, wenn die Kollegen sich schon wieder demonstrativ dem Computer zuwenden. Denn das ist der Trick: Erst, wenn du deine eigene Urlaubsgeschichte nicht mehr hören kannst, dann bist du bereit für Agendas, Kundengespräche und Telefonkonferenzen.

3. Zu Fuß gehen

Boah, dieser Stress auf der Straße und im Nahverkehr. Überfüllte Bahnen, die nach Turnhalle riechen. Pöbelnde Busfahrer oder Autofahrer, die ausprobieren, wie nah man an Radfahrern vorbeifahren kann. Radfahrer, die auf Tour de France machen. Verspielt eure Entspannung nicht leichtfertig! Gönnt euch die Alternative – geht zu Fuß. Keiner stinkt, niemand rempelt, auf dem Bürgersteig sind ihr sicher. Erkundet die Stadt auf neuen Pfaden. Und hört dabei den Soundtrack eurer Reise.

4. Immer wieder Ausbrechen

Sich Zeit für schöne Dinge zu nehmen, ist eine Kunst, die man im Urlaub lernt und anschließend rasch wieder vergisst. Dabei ist es so einfach. Nehmt euch jeden Tag ein kleines Zeitfenster für eine typische Ferienaktivität. An den Seen oder im Wald ist es nach den Ferien entspannt ruhig. Warum nicht frühmorgens oder abends an den See raus fahren? Geht in die Therme und kauft euch Theater- oder Konzertkarten. Auf dem Rückweg noch ein leckeres Eis. Die Strandfigur braucht bald sowieso niemand mehr.

5. Take it easy

Gewöhnt euch langsam ein, konsumiert Leichtes, schaltet den Alarm und die Mitteilungen auf dem Phone aus. Vor allem kein TV-Konsum. Der Wahnsinn ist morgen auch noch da. Ihr habt am wunderbaren Sandstrand die Sonne auf den Bauch schienen lassen und es war nix mit Breaking News und Weltkrieg III. Die Welt hat in den Ferien Pause gehabt und das sollte auch noch eine Weile so bleiben. Besser jetzt nochmal ein Blick in euer Fotoalbum, das hilft immer ;-)

 

6. Klatsch und Tratsch nachholen

Wenn ihr ehrlich seid, dann habt ihr in der Zwischenzeit doch etwas vermisst. Das Bierchen in der Stammkneipe, das Kochen mit den Freunden oder der gemeinsame Sonntagsbrunch. Im Urlaub hieß es immer nur: Woher kommst du? Was machst du sonst so? Wie lange bist du unterwegs? Ha, jetzt ist man endlich wieder auf bekanntem Terrain. Ach, Ferdinand hat sich getrennt? Judith feiert ihren runden Geburtstag. Die nächste Familienfeier wird organisiert. Willkommen zu Hause.

7. Nächsten Urlaub buchen

Niederländische Forscher haben herausgefunden: Das größtmögliche "gefühlte Glück" entsteht durch das Buchen der Reise und dass Menschen kurz vor ihrer Reise wesentlich glücklicher sind als danach. Also wieder die Schnäppchen-App anwerfen, den Atlas schnappen und die Reiseführer wälzen. Wieder nach Neuseeland, die restlichen Hauptstädte in Europa erkunden, den Freunde auf der SlowTravelTour einen Kurzbesuch abstatten oder einen Fotowalk unternehmen. Alles ist möglich, denn der Gedanke zählt und umgibt dich mit einem guten Gefühl und einem Lächeln im Gesicht. Ahh, Bay of Plenty ... klingt das nicht schon wunderbar nach Urlaub?


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