weekly#74 Vom perfekten Auslösen im erwarteten Zufall - mein Workshop mit Siegfried Hansen

In der letzten Woche trafen sich Birgit, Jana, Sandra, Daniel, Leonard und ich zum dreitägigen Workshop mit Siegfried Hansen in Hamburg.

 

Sein Workshop Motto lautet "Werde vom Motivjäger zum Motivsammler. Entdecke deine urbane grafische Umwelt." Genau das hatte ich vor, ich wollte seine Sicht und Vorgehensweise live erleben und von ihm mehr über Bildaufbau und Gestaltung lernen.

 

Es war eine interessante Truppe und ein lehrreicher Workshop. Ab jetzt werde ich noch genauer hinschauen, weil ich weiß, worauf ich noch sonst noch achten sollte. Hier meine Eindrücke und Impressionen sowie jeweils drei Best-of der anderen Teilnehmer, die mir ihre Bilder gesendet haben.


Vom Motivjäger zum Motivsammler

Das ist "mein" persönliches Siegfried Hansen Lieblingsbild. Deswegen habe ich den Workshop in Hamburg gewählt. Sein Ansatz ist in meinen Augen anders, weil er keine typischen Streetfotos schießt. Er sucht und findet im alltäglichen Orte mit besonderem Farben, Linien oder markanten Mustern. Dafür sammelt er nach eigenen Angaben seit Jahren spezielle Bildideen. Er hat z.B. schon unzählige Handschuhe oder die Werbewaffeln vor den Eisdielen geknipst. Wenn man schon hunderte Bilder im Kopf und tatsächlich geschossen hat, dann wird der Blick klarer und man wird offen für Linien und Muster.

 

Wenn der Moment kommt, dann beginnt seine quasi präparierte Komposition. Ich finde es spannend, diese graphischen Beziehungen und formalen Verbindungen zwischen den einzelnen Elementen im Bild zu finden. Für den Betrachter sind es scheinbar zufällige Momente, die oft erst beim zweiten Schauen vollkommen überraschen. Dabei ist sein Fokus auf Harmonie und Grafik gerichtet. Menschen ergänzen die Szene meist nur schemenhaft. Wenn der "perfekte" Ort gewählt und die Komposition stimmt, dann muss nur noch eine Person in gewünschter Art das Bild komplettieren. Hier ist natürlich die Geduld bitter, aber ihre Frucht schmeckt süß. Mehr dazu im weekly#7.

 

Fazit: Beim dreitägigen Workshop mit Siegfried sind Fotos entstanden, die einen Hauch anders sind und die ich bislang so noch nicht gemacht habe. Ab jetzt werde ich noch genauer hinschauen, weil ich weiß, worauf ich noch sonst noch achten sollte. Das hat er mir gut vermittelt, denn er lenkt den Blick auf das gewisse Extra. Also wurde dieses Ziel erreicht. Es war eine interessante Truppe und ein insgesamt lehrreicher Workshop. Toll waren die qualitativ sehr guten Ergebnisse aller Teilnehmer, die in einer spannenden Abschlusspräsentation gewürdigt wurden. Enttäuschend war nur der erste Abend. Die Begrüßung der sechs Teilnehmer und die Präsentation des PILOT Systems von Siegfried war recht lustlos. Ich hätte mir eine ausführlichere persönliche Vorstellungsrunde aller Anwesenden mit den zuvor eingereichten TOP10 Bildern gewünscht. Statt der geplanten zweieinhalb Stunden war schon nach 75 Minuten Schluss.

UPDATE von Siegfried: "Mit Freitag (der 1. Abend) habe ich bisher immer die Erfahrung gemacht, dass nach meiner Präsentation ohne Ende Fragen kommen. Das war diesmal (nach fast 30 Workshops) nicht der Fall. Dafür muss (und habe ich schon) mir einen Plan B überlegt. Der gesamte Workshop hat mit sehr viel Spaß und Freude gemacht."


Ich habe hier ein paar seiner Meisterschüsse für euch zusammengestellt. Mehr von Siegfried Hansen, seinen Ausstellungen (aktuell in den Deichtorhallen Hamburg) und seinen Workshops findet ihr hier: https://siegfried-hansen.de/


Meine Kompositionen mit Muster, Farben, Formen und Sichtweisen

Meine Bilder sind an der U-Bahn Feldstraße, auf der Flohschanze, im Schanzeviertel, auf der Reeperbahn, beim Fischmarkt, beim IKEA in Altona, im Julius-Leber-Tunnel und auf den Docklands entstanden.

Anderer Blick

Gefrorene Eigenzeit

Fischmarkt Monochrom


Jeweils drei Best-of der anderen Workshop Teilnehmer

Ich freue mich, dass ich euch die Best-of von Sandra, Jana, Daniel und Leonard (in der Reihenfolge) zeigen kann. Liebe Grüße an euch von dieser Stelle.


Letzter weekly ...

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Arrivederci Au revoir Goodbye Baba Tot ziens Hasta luego Hejdå Farvel. Für die meisten erklingen nach zwei, drei Wochen in der Fremde diese schönen vielleicht wehmütigen Worte des Abschieds. Dann ruft der Alltag, dann ruft die Arbeit. Die Frage ist, wie erhält man möglichst lange das Urlaubsfeeling? Ich gebe euch meine sieben Tipps zur Konservierung. Mehr lesen


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We present our column by Thomas Füngerlings, a book preview with Andrea Ratto and 13 exciting Photo Reviews. Also enjoy the selection of over 40 photographers, chosen by our online editors from our EYE Photo Magazine Facebook group. 

 

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